Plan trifft Realität

Noch knapp 6 Wochen bis zum Konzert und alles ist ganz anders als sonst. Wir sind gewohnt zu proben und über Musikalisches zu debattieren. Aber das hier geht deutlich weiter.

Heute haben wir Marvin kennen gelernt. Johannes vom Licht kannten wir schon vom letzten Ortstermin. Marvin ist Tontechniker und obwohl er mit Barockmusik bisher noch wenig bis gar nicht in Kontakt war, finden wir sofort einen Draht zueinander und der Funke unserer Idee springt bei ihm über. Er will möglich machen was wir uns vorstellen und bringt zusätzlich neue Ideen ein, die uns wieder weiter führen in der Entwicklung von Out of the box.

Es ist vielleicht für manch einen nicht überraschend. Für uns aber beeindruckend, wenn jemand über “capture cards”, “Interface” und linux-basierte Betriebssysteme spricht so wie wir über Synkopen, Ritenuto und barocke Affektenlehre. Nur Bratschist Daniel bewegt sich sicher zwischen den Welten und wir sind diesmal doppelt froh, ihn im Ensemble zu haben.

Aber was bedeutet das eigentlich alles genau? Was für ein Projekt ist das eigentlich und warum machen wir das alles? Dazu stellen wir Ihnen in den nächsten Wochen hier an dieser Stelle mehr Informationen zur Verfügung.

Ohne Technik geht es nicht

Wenn wir Musiker über Technik sprechen meinen wir normalerweise unsere Spieltechnik. Damit kennen wir uns aus, davon leben wir.
Einer aus unserem Ensemble hat darüber hinaus aber auch “informationstechnisches” Know-How und wird beim Umsetzen von Out of the box ein echter Aktivposten sein. Daniel Lind, Bratschist im CBO, arbeitet neben seinem Engagement im Orchester bei einer IT Firma freiberuflich als Senior Application Manager und entwickelt Software-Anwendungssysteme.

Was für uns ein Buch mit sieben Siegeln ist, macht Daniel Spaß und fordert ihn heraus. Ehrfürchtig lauschen wir ihm wenn er im Kölner Artheater Fachfragen stellt, auf die wir natürlich keine Antworten haben. Die hat aber hoffentlich die IT Firma, die uns mit der Zulieferung von Material und 1-2 Technikern unterstützen soll. Beim Ortstermin im Artheater wird klar, was noch fehlt, um unser Konzept umzusetzen. Das Publikum soll Zugriff auf’s örtliche WLAN erhalten und die Netzkapazität ist nicht ausreichend… Daniel zuckt mit den Schultern: “Dann holen wir uns jetzt schnell ein Angebot und werden das Problem schon lösen”. Zum Glück sieht es gerade schwer danach aus, als würde uns das gelingen : – ) !

Out of the box – Wie alles begann

Die meisten Kulturprojekte entstehen am Wohnzimmertisch. Bei Tee oder Wein (in unserem Fall ersteres), mit wirren Gedanken, die erst sortiert sein wollen. Etwas Neues, Besonderes soll es werden, unser Projekt “Out of the box”. Barockmusik, die relevant und von heute ist. Die das Vorhandensein von digitaler Konkurrenz im Live-Betrieb aufgreift und das Publikum irgendwie in Aktion bringt. Aber was genau wollen wir sagen? Und was nicht? Und wie können wir unsere Zuhörer im Live-Konzert am besten einbeziehen, wie mit ihnen in Kontakt kommen? Ideen haben wir viele und drei große Projektförderer werden uns bei der Umsetzung unterstützen.

Von der Idee zur Realisierung ist es ein weiter Weg. Wir sind schon ein großes Stück gegangen, jetzt aber kommt die “heiße Phase”! Wenn Sie mögen, begleiten Sie uns auf unserem Weg. Wir würden uns freuen!